Erntedankfest 20

Erntedankfest 2016

Max: Was gibt es denn heute zu essen.
Mutter: Max, es gibt Kartoffeln und Gemüse
Karl: Muss das sein? Immer wieder dasselbe. Dann hätte ich doch gleich in der Schule Essen können.
Mutter: Omas fragen vielleicht erst was du möchtest und kochen dann. Meinst du, dass ich dazu die Zeit habe. Iss doch bei der Schulspeisung mit.
Karl: War ja nicht so gemeint. Wir sind ja froh, dass wir nicht in der Schule essen müssen. Aber immer so gesund leben macht keinen Spaß.
Mutter: Karl, ich sehe, du hast wieder das halbe Brot in der Dose gelassen. Wovon lebst du eigentlich?
Max: Ich höre den Vater sagen: Wenn ich dich ansehe, habe ich immer Angst, dass dich der Wind wegweht.
Karl: Komm, du bist auch nicht gerade der größte Esser. Max hat sein Brot weggeworfen. Deswegen ist seine Brotbüchse leer.
Luca: (leise) Du musst aber auch alles petzen. (laut) Mutter, ich habe keinen Hunger. Bin schon satt.
Mutter: Jetzt sag mal wie das geht. Nichts essen und dann schon satt sein.
Karl: Du hättest ja beim Döner was bestellen können. Dann hättest du deine Ruhe und wir etwas, was uns schmeckt.
Mutter: Du denkst wohl wir haben einen Geldscheißer. Wer soll denn das alles bezahlen? Die kosten immer mehr.
Ich verstehe das nicht. Wir hatten noch Hunger in eurem Alter. Und der Hunger macht Appetit…
Max: Das war früher mal… Heut ist eben alles anders.
Wollen wir nicht lieber beim Döner bestellen? Ein Döner geht immer.
Mutter: Es reicht jetzt. Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt. Und damit Basta.
Ich habe in meiner Kur gelernt, was gut für den Körper ist und was nicht. Mein Essen ist seitdem ganz gesund und tut auch euch gut.
Karl: Ich glaube, ich bin schon satt. Gemüse ist zu gesund.
Max: Ich bin auch satt.
Mutter: Ich fasse es nicht.
Max: Naja, ich will es dir mal verraten.
Karl: Mann, sei ruhig. Ich sage dir, sie flippt wieder aus…
Max: Karl hat ja schon eine ganze Tüte Chips gegessen.
Mutter: Ich habe euch keine mitgegeben. Eine ganze Tüte???? Woher habt ihr die?
Max: Man geht ins TeGut und dort gibt es so was. Es machen doch alle so.
Mutter: Ich fasse es nicht.
Karl: Na und? Ist doch nicht teuer. Ich hab ja noch das Geld von Papa.
Mutter: Ich denke, ihr dürft während der Schule nicht einkaufen?
Max: Einen Lehrer kriegen wir schon rum und der Pfarrer in der sechsten und siebten Stunde bekommt es gar nicht mit. Zum Glück weiß er nicht, was in der Schule erlaubt ist und was nicht… Ich biete ihm immer etwas zum Knabbern an.
Mutter: Aber dem werde ich die Leviten lesen. Jetzt reicht es aber.
Karl: Wieso? Er besorgt es uns doch nicht. Es ist doch der Papa.
Max: Karl bekommt doch von Vater für jede Kleinigkeit, die er macht, eine Belohnung, damit er überhaupt was tut. „Zielführende Belohnung“ sagt Papa dazu… Was soll er denn sonst mit dem Geld machen? Bier kriegt er ja nicht.
Mutter: Bier? In der 7. Klasse? Jetzt macht mal halblang.
Karl: Machen wir natürlich nicht. Aber daran kannst du doch sehen, was für ordentliche Leute wir sind. Wir kaufen nur was zum Naschen… Chips, Kuchen, Cola, und einen Energydrink, damit wir die siebte und achte Stunde überstehen. Man wird sonst zu müde.
Mutter: Wenigstens keinen Alkohol. Man hört ja heute so vieles.
Karl: Da kannst Du dich voll auf uns verlassen. Lass dein Essen für den Papa. Er isst doch eh alles. Und ihm kann es nicht genug sein. Er isst immer auf.
Mutter: Gerade das versuche ich ihm ja abzugewöhnen. Der Arzt hat ihm schon gesagt, dass er abnehmen muss.
Karl: Genau das meinen wir auch. Du kochst Gemüse und das ist gut für den Papa. Da beschwert sich doch kein Arzt.
Max: Vater müsste man sein. Er bekommt noch ein bis zwei Gehacktes-Klopse dazu. Und ein Bier.
Mutter: Er arbeitet schließlich hart…
Karl: Trotzdem, ich nehme gleich den Nachtisch. Den Rest überspringe ich. Es gibt doch heute Nachtisch?

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