Kirmesspiel 07

 Kirchenrenovierung- wir feiern im Zelt

Nomaden kommen (verhüllt)

Mädchen: Wo kommt ihr denn her?

Nomade 1: Wir suchen ein Kamel,  das beim letzten Rennen weggelaufen ist. Es liebt es in Zelte zu gehen. Es liebt den Zirkus. Hier ist es nicht zufällig?

Mädchen: Habt ihr hier ein Kamel gesehen, das Kirmes feiert?

Nomade 1: Was ist hier los? Kein Zirkus?

Mädchen: Kirmes!

Nomade 1 : Kirmes, aha!

Nomade2: Kirmes? Was ist das?

Mädchen: Kirchweihe, vor 299 Jahren wurde unsere Kirche eingeweiht!

Nomade 1: Das ist eure Kirche? Ein Zelt? Armes Deutschland!

Mädchen: Wieso? Bei euch gibt es doch noch viele Leute, die mit dem Zelt von Ort zu Ort ziehen.

Nomade 2: Nun ja, weil sie es müssen. Nun ich haben Palast, mit Bad, Dusche und vielen Frauen und Swimmingpool!

Nomade 1: Er ist Scheich. Aber sein Volk, die haben keinen Palast. Die lieben es mit dem Zelt unterwegs zu sein.

Mädchen: Warum ?

Nomade 1: Weil man da die Sterne über sich hat, es ist nicht so langweilig.
Man kann abends am Lagerfeuer sitzen, die Sterne ansehen, und man ist nicht nur an einem Ort.
Immer nur an einem Ort wohnen. Langweilig!
Ihr seht euer Leben lang ein tal, einen Berg. Den Sonnenaufgang verschlaft ihr, den Sonnenuntergang seht ihr nicht. Was passiert eigentlich in eurem Leben?

Ihr seht immer die selben Leute….

Mädchen: Aber das Zelt immer wieder abbauen und aufbauen. Da seid ihr doch nie zu Hause!

Nomade2: Man bleibt beweglich. Wer rastet, der rostet. Es schadet Menschen nicht, wenn sie sich im Leben verändern.
Und wer weiß, wen man da alles trifft und richtig kennenlernt

Mädchen: Und die Arbeit?

Nomade 1: Wir haben ja unsere Frauen, die machen das schon!

Mädchen: Die Frauen bauen die Zelte auf und ab?

Nomade 2: Was sie nicht schaffen, das machen die Söhne. Aber die Verantwortung haben wir!

Mädchen: Na großartig! Bei uns ist das umgekehrt.

Nomade 1: Nun ja, Männer sein ein wenig dumm bei euch.
Aber wir haben Großfamilie – viele Leute, die zugreifen.
Und je mehr es sind, um so besser geht  es. Zelt aufbauen und abbauen ist nur schwer, wenn es wenige Leute sind.

Madchen: Das kann ich mir nicht vorstellen.

Nomade 2: Bei euch hier hängen die Leute an ihren vier Wäden, sie renovieren und renovieren und vergesen daei das Leben. Unsere Leute sagen: So ist das Leben, auf und abbauen und weiterziehen. Wenn du auf einem Ort bleibts im Leben, dann bist du schon tot.

Mädchen: Was sagt ihr zu unserer Kirche im Zelt?

Nomade 2: Nun ja ist doch gut. Kirche ist bei Menschen, da wo sie fröhlich sind. Das sein gut. Aber jetzt habe ich nco Frage!

Nomade 2: Wie du  heißen?

Mädchen: Nicole….

Nomade 2: Oh, Nicole , wie wäre es? Du kommen mit mir. Ich geben deine Eltern 40 Kamele (oder dieses schöne Auto). Sie auch können Schauffeur oder Kameltreiber haben.

Mädchen: Als wievielte komme ich?

Nomade 2: Nun ja, er schon haben 4, ich nur haben 2.

Pfarrer: Haaalt…. (Flüstert Mädchen zu)

Mädchen: Der Pfarrer fragt, ob ihr nicht eine Spende dalassen könntet für unsere Kirche. Wir könnten sie gut gebrauchen.

Nomade 1: Ich glaube, unser Kamel ist doch nicht hier. Wir müssen weiterfahren.

Nomade 2: Warum Geld? Deutsche sein reich. Pfarrer haben so viele Brüder in Kirche. Er kein Geld brauchen kann. Wir müssen Kamel suchen.