Erntedankfest 10

Ein ganz normales Mittagessen

Mutter: Das Essen ist fertig. Kommt ihr bitte!

Tochter: Ich habe keinen Hunger. Außerdem telefoniere ich gerade.

Vater: Das kann nicht sein. Auch wenn du nichts isst. Am Tisch sitzen wir heute gemeinsam.

Tochter: Ach, nervt mich doch nicht. Ich bin ja gleich fertig. Was gibt es denn?

Mutter: Gemüse…

Vater: Komm her und sieh es dir an!

Kleine Tochter 1 (kommt dazu): Iiii, Gemüse, das esse ich doch nicht. Warum kann es nicht mal was geben, was mir schmeckt.

Mutter: Das ist gesund und das wird gegessen. Was meinst du, was aus dir wird, wenn du nichts weiter isst.

Vater: Gemüse aus Schokolade ist noch nicht erfunden.

Kleine Tochter 1: Ich habe doch vorhin auf dem Weg erst mein Schulbrot gegessen. In den Pausen hatte ich keine Zeit. Und jetzt habe ich keinen Hunger.

Vater: Ich habe dir ein Ü-Ei mitgebracht. Du wolltest doch unbedingt eins.

Kleine Tochter 1: O ja, wo ist es denn. Ach ja dort liegt es. Ich mache es mal schnell auf.

Vater: Warte noch, nachher!

Kleine Tochter1: Die anderen sind doch sowieso noch nicht da, was soll ich denn so lange machen. (Macht das Ei auf…)

Mutter: Kommt Ihr endlich mal? Das Essen wird kalt.

Kleine Tochter1: So, die Schokolade will ich nicht. Die kannst du essen, Papa.

Vater: Wieso ich? Ich esse doch keine Schokolade vom Ü-Ei!

Kleine Tochter1: Ich brauche noch den Gary vom Spongebob. Jedes Mal habe ich was anderes drin. So viel Schokolade kann selbst ich nicht essen.

Kleine Tochter 2: Gib mir die Schokolade. Hm, Gemüse. Das sieht aber gut aus.

Vater: Endlich mal jemand, der normal isst.

Oma: Die alten Knochen tun einem weh. Es dauert, bis man aus dem Stuhl in die Höhe kommt. Es riecht aber gut. Es ist schade, dass man nicht mehr so viel Hunger hat wir früher.

Kleine Tochter 2: Papa, kann ich dir die Möhren auf den Teller legen, die esse ich doch nicht. Das grüne, was ist denn das?

Mutter: Das ist nur ein bisschen Broccoli.

Kleine Tochter 2: Broccoli, ach so, ich tue dir das mit auf den Teller. Und den Käse auch!

Vater: Bleibt da noch etwas übrig für dich?

Mutter: Sei froh, wenn sie überhaupt etwas isst.

Oma: Zu meiner Zeit ( alle anderen stöhnen ) da war das noch anders. Da haben wir das Essen noch geschätzt. Wir hatten Hunger. Und es wurde gegessen, was auf den Tisch kommt. Die Kinder wissen gar nicht wie gut…

Tochter: (Kommt und fällt Oma ins Wort) Das wissen wir doch.
Weißt du was meine Freunde sagen, wenn ich zu dick werde.  Meine Freundinnen sind alle auf Diät. Gut, dass der Kevin noch da ist und mein Schulbrot isst. Sonst wäre ich schon doppelt so dick.

Oma: Das ist das Verderben. Wie ihr mit den Sachen umgeht.

Sohn: Ah, jetzt kann es ja losgehen. Ist ja nicht schlecht. Aber ein Schnitzel gibt es heute wohl nicht dazu?

Mutter: Heute ist Sonnabend. Erst heute Abend wird gegrillt!

Sohn: Dann esse ich nur ein bisschen. Ich hebe mir den Hunger auf für heute Abend!

Kevin kommt herein

Tochter: Ah, Kevin, du kommst ja viel zu früh. Wir essen noch. Du kannst mir aber helfen, ich schaffe meine Portion sowieso nicht!

Mutter: Willst du einen Teller?

Kevin: Na ja, ich lasse mich breitschlagen.

Kleine Tochter 2 und Tochter: Etwas von mir kannst du nehmen!

Freund: Na ja, ich habe zwar eben gegessen. Aber es riecht gar zu gut. Bevor es umkommt…

Mutter: Ich glaube, wir adoptieren dich, damit es sich wenigstens lohnt, wenn ich koche.

Vater: Na dann, guten Appetit!