Erntedankfest 19

2014 digitale Gartenarbeit?

Spiel Erntedankfest 2014

Kind 1: Kommst du mal mit mir in den Garten. Ich will mit dir spielen.

Junge1: Als weiß du, ich habe hier ein wichtiges Spiel zu spielen. Ich bin gerade auf dem 9. Level und kann bald die nächste Stufe erreichen. Dann wird mir eine ganz neue Welt freigeschaltet.

Kind 2: Du sollst aber noch den Rasen mähen hat Mutti gesagt. Außerdem sollst du mir helfen die Äpfel zu pflücken. Vergiss das nicht.

Junge: Ihr wisst gar nicht, wie ihr nervt. Ich habe in der letzten Nacht gerade mal 2 Stunden geschlafen, um das zu erreichen. Meinst du, dass ich kurz vor dem Ziel aufgebe? Mann, das ist Arbeit, die mir Spaß macht.

Kind 2: Komm. Du kaufst dir sowieso nur Cheats und kommst so in den nächsten Level.

Kind 3: Und du hast ganz großes Glück gehabt, dass die Eltern nicht gemerkt haben, dass du nicht geschlafen hast. Sonst wäre dein Laptop wieder mal weg.

Junge1: Ihr habt eine Ahnung. Was soll ich denn machen, wenn es Geld kostet, um weiter voran zu kommen? Woher soll ich das Geld nehmen. Vater hat mir doch verboten, etwas zu kaufen.

Kind 2: Er hat aber gesagt, wenn du den Garten mähst und mir hilfst, dann könntest du eventuell mit ihm reden.

Junge: Es ist fürchterlich. Das Leben ist einfach katastrophal. Ich muss weiterspielen um voranzukommen. Aber um voranzukommen, muss ich aufhören mit dem Spielen.
Unser blöder Garten, blöde Gartenarbeit, blödes Leben. Also meine Entscheidung steht fest: Ich mache es heute gegen Abend. Da habe ich vielleicht schon was hier erreicht. Außerdem will mein bester Freund kommen und wir wollen gemeinsam spielen.
Wo er nur bleibt? Vor anderthalb Stunden wollte er schon da sein. Ich schreibe ihm schnell noch mal. (Buchstabiert beim Schreiben ins Handy:) Wo bleibst du?

Kind 2: So, jetzt sage ich es ein letztes Mal, was Mama gesagt hat. Heute Vormittag soll gemäht werden und müssen die Äpfel eingesammelt werden.

Kind 1: Und heute Nachmittag soll es regnen!

Junge 1: Ach, Quatsch. Draußen ist es doch schön. Und wenn es heute Abend nicht geht, haben wir eben Pech gehabt.

Kind 2: Ich sage es den Eltern…

Junge 1: Das machst du nicht!

Junge 2: Hallo, ich konnte nicht früher.

Junge 1: Wo ist dein Laptop?

Junge 1: Er ist unter Verschluss.

Junge 1: Warum das denn.

Junge 2: Erstens haben meine Alten gemerkt, dass ich nachts noch gedaddelt habe. Weg war er. Und dann musste ich heute Morgen Oma in den Garten bringen. Ich habe nur kurz Zeit, denn sie wartet auf mich.

Junge 1: Die ganze Welt hat sich gegen uns verschworen. Was sind das für Ferien? Deine Oma ist doch viel zu alt für Gartenarbeit!

Junge 2: Das haben meine Eltern auch gesagt. Aber sie ist nicht zu bremsen. Bei der Begeisterung von Oma für den Garten haben wir kein Chance. Wir müssten sie einsperren. Sie ist dort glücklich.
Sie sollte nicht eigentlich nicht rausgehen, weil sie zu gebrechlich ist. Aber sie muss ja die Beete machen, Unkraut jäten, die Blumen pflegen. Keine Macht der Welt hält sie im Haus, wenn es schönes Wetter ist.
Meine Mutter hat gesagt, ich muss mindestens alle 5 Minuten nach ihr gucken, dass sie nicht hingefallen ist. Jetzt habe ich mich schnell mal weggeschlichen…

Junge 1: Kannst du sie nicht mal zu uns in den Garten schicken?

Kind 2: Komm jetzt, wir müssen raus. Mach die Kiste aus! Was spielst du denn eigentlich?

Junge 2: Na unser Spiel. Das müsstest du doch nun schon längst mitbekommen haben: Wir bauen virtuelle Dörfer, mit wunderschönen Gärten, machen Landwirtschaft, müssen viele Familien ernähren. Du wirst doch schon mal was von Minecraft gehört haben…

Junge 1: Alles bleibt stehen, wenn ich nicht weiterspiele…

Kind 1: Alles bleibt stehen wenn du nicht in den Garten mitkommst…