Pfingsten 5

Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit ( – und Eltern?)

Jugendlicher 1: Mann, was soll ich denn tun? Irgendwie weiß ich nicht mehr weiter.

Jugendlicher 2: Wieso denn, wo liegen denn deine Probleme?

Jugendlicher 1: Du musst Dir das mal vorstellen, wie das bei mir ist. Mein Vater hat ja nicht viel zu melden, seit er bei uns zu Hause ausgezogen ist. Was die Mutter sagt, wird gemacht. Sie ist diejenige, die bei uns das Sagen hat. Seit ich mich jetzt entschieden habe, dass ich die Ferien beim Vater verbringe, ist sie immer anderer Meinung. Sie lässt es mich merken. Ich bin zwischen Baum und Borke. Was kann ich dafür?

Jugendlicher 2: Mann, das ist doch gut. Dass deine Eltern immer anderer Meinung sind, ist doch voll cool. Ganz einfach. Ich würde mich auf die Seite schlagen, die mir am besten gefällt. Für alle Wünsche hast du jemanden, der dafür sorgt. Du gehst zu deinem Vater und sagst: Stell Dir vor, Mutter hat mir gesagt, ich soll um 10 abends zu Hause sein. Aber alle anderen dürfen bis 12 wegbleiben. Dann wird er dir sagen: Deine Mutter weiß wohl nicht wie das heute ist. Komm zu mir und du bleibst länger weg. Er will sich doch bei Dir einschmeicheln.

Jugendlicher 1: Und wenn er dann mitbekommt, dass es doch nicht so ist?

Jugendlicher 2: ich wette mit dir, dass er deine Mutter nicht anruft und sich mit ihr rumstreitet: Und unsere Nummer weiß er doch nicht…

Jugendlicher 1: Naja, wenn schon. Was nutzt dir das?

Jugendlicher 2: naja, wenn Du dann bis zwölf bleiben kannst, dann gehe ich zu meinen Eltern und dann sage ich: der Paul darf bis um eins wegbleiben. Sein Vater hat es erlaubt. Wie steht ihr denn da, wenn es heißt, nur ich muss schon nach Hause – oder sagen wir, wie stehe ich da, wenn ich solche Eltern haben, die vollkommen verquerte Meinung haben und mir nicht mal erlauben länger weg zu bleiben und das heutzutage. Und dann sagen sie- eins- das ist zu spät: sagen wir um 12. So klappt es.

Jugendlicher 1: Ich probiere es.

 

Jugendlicher 1: Ich hätte nicht gedacht, wie leicht es ist, Leute gegeneinander auszuspielen. Mein Vater hat es voll geschluckt. Er war so froh, dass ich ihn ins Vertrauen gezogen habe. Natürlich könnte ich immer zu ihm kommen, wenn ich solche Sorgen hätte. Und dann hat er  mir noch gesagt, dass meine Mutter immer viel zu streng wäre. Es wäre nicht auszuhalten… Er hat volles Verständnis für mich. Und wie ist es bei dir?

Jugendlicher 2: Schwierig. Ich sagte Dir Eltern, die miteinander reden, sind eine Qual. Erst habe ich mit Mutter diskutiert: Da hat sie gesagt, sie redet mit dem Vater. Und dann hat sie es nicht einmal wie sonst immer vergessen, sondern wirklich darüber geredet.

Jugendlicher 1: Und?

Jugendlicher 2: Mein Vater hat es auch nicht so eng gesehen, aber meine Mutter hat sich durchgesetzt. Es ist wie immer. Väter sind das schwächere Geschlecht. Manchmal wär‘s doch besser, sie würden nicht miteinander reden… Für mich jedenfalls.  Mein Vater kam sogar auf die irrsinnige Idee, einfach bei deinen Eltern anzurufen. Er meinte: das Telefon ist schon erfunden. Ich musste alles Mögliche erfinden. Ich habe gesagt, deine Mutter sei gerade nicht da und dann haben sie es sein lassen.

Jugendlicher 1: Das wäre es ja gewesen: Sie hätten mit meiner Mutter gesprochen. Sie weiß von nichts… das habe ich nur mit dem Vater ausgemacht. Glück gehabt.

Freundin: Naja, Und wie wird das nun mit euch am Wochenende?

Jugendlicher 1: Ich kann lange bleiben…

Jugendlicher 2: Ich kann nicht lange bleiben…

Freundin: Na ihr beiden. Wie macht Ihrs denn am Wochenende?

Jugendlicher 1: Er kann nicht so lange bleiben.

Freundin: Wie lange denn?

Jugendlicher 2: na so bis zehn, er kann bis zwölf. Tut mir leid. Ich habe es immer schwerer.

Freundin: Wieso denn. Das ist prima. Wie wäre es, wenn du mich nach Hause bringst? Würdest Du das machen?

Jugendlicher 2: aber klar. Das ist ein Wort.

Jugendlicher 1: Und ich? Was mache ich?

Freundin: Na du bleibst doch länger weg… Übrigens haben seine Eltern mit meinen telefoniert – und so konnte ich sogar mitgehen. Erst durfte ich gar nicht. Dann nur bis um 9. Aber seine Eltern haben meine überzeugt, dass wir dann gemeinsam um 10 heim gehen. Ist doch Cool?

Jugendlicher 2: Naja.