Pfingsten 3

Sich verstehen heißt, dass man sich verständlich machen muss

Kind 1: Kannst Du mir mal die Betriebsanleitung erklären? (Liest:) Diese Taste lange drücken, dazu den Stift hinten in die Rückwand mit leichtem Druck einführen. – Hier ist aber nichts, wo ich mit dem Stift hindrücken könnte.- Danach soll ein bunter Bildschirm erscheinen.
Kind 2: Lass die unsinnige Anleitung. Ich weiß wie das geht. Gib mal her.
Kind 1: Unsinn, du machst wieder alles kaputt. Ich habe extra die Beschreibung gesucht.
Kind 2: na und… Wenn du sie sowieso nicht verstehst? Was nutzt sie dir.
Kind 1: Ich verstehe es schon. Nur du weißt alles besser.
Kind 2. Los gib her: hier ist es. Du hättest gleichzeitig die Tasten crtl und Alt/Shift und S drücken müssen. Du beseitigst gerade alle deine Einträge. -  Aber wo sind hier diese Tasten?
Kind 1: Das kann nicht sein. Ich will Update…
Mutter: Update, Update, ich will euch jetzt mal was erklären.
Kind 1: Mutter, du nervst. Wir haben gerade keine Zeit. Wenn er jetzt weiter macht, macht er mein Handy kaputt.
Kind 2: Du machst alles kaputt, weil du immer alles besser weißt.
Mutter:  Ich möchte nur, dass ihr einmal zuhört, Jungs. Ihr könnt nicht einfach alles in der Küche stehen lassen und  dann verschwinden. Jeden Tag räume ich euch hinterher.
Kind 1: Du siehst doch, dass wir uns um Wichtigeres kümmern müssen. Die Küche hat Zeit…
Mutter: Ach so… weil wir schon mal dabei sind. Wer hat den roten Pullover in die weiße Wäsche getan. Ich raste noch mal aus. Und … hast Du alles mit 60° gewaschen und der Pullover ist jetzt 5 Größen kleiner. Es ist immer das gleiche. Zuhören tut hier keiner. Was seid ihr nur für eine Truppe? Kind 2: Ich wollte dir helfen und die Sachen waren doch so dreckig, und so hab ich ein paar mehr Grad eingestellt. 30° schafft das nicht.
Mutter: Ihr und mir helfen… besser ist, man macht es alleine. Es reicht mir wieder Mal. Erst habe ich gearbeitet, dann muss ich euch noch alles hinterherräumen und jetzt das noch. Ihr wollt mir nur das Leben schwer machen? Und wenn ich zuletzt mit Herzinfarkt in der Ecke liege, Ihr würdet Euch nur freuen.
Vater: Klar, das verstehe ich, es gibt eben Dinge, die kannst nur du alleine und ich vergreife mich lieber nicht daran. Du bist die Fachfrau. Ich muss dich mal loben. Wir sind einfach zu ungeschickt. Mutter: Wenigstens einer, der mich mal lobt.
Kind 2: Mutter,  das verstehst du total falsch. Das hört sich nur nach einem Lob an, ist es aber nicht!
Kind 1: Wir geben uns alle Mühe, nur der Papa, der sieht zu, dass nicht bekannt wird, dass er es auch könnte. Sonst müsste auch er die Wäsche waschen. Ungeschick schafft Freizeit.
Erkläre es uns und beim nächsten Mal geht es. Woher sollen wir das alles wissen?