Erntedankfest 16

Erntedankspiel 2011

 

(Kinder werden „im Haus“ zum Essen gerufen)

Mutter: Mary, komm zum Essen

Mary: Was gibt es denn?

Mutter: Na was schon. Brot, Wurst dreierlei – nein-  viererlei Aufschnitt.

Mary: Hab keinen Hunger.

Mutter: Du musst doch aber Hunger haben!

Mary: Hab ich aber nicht. Habe Appetit auf nen Döner.

Vater: Den gibt es nicht jeden Tag!

Mary: Dann komme ich nicht.

Mutter: Lisa, jetzt komm du wenigstens!

Lisa: Mann, Mutter in einer Viertelstunde. meine Serie ist noch nicht durch. Dann komme ich.

Vater: Das wird nichts. Ich muss nachher zur Versammlung. Also jetzt! Ich habe heut nicht so viel Zeit. …He, du hast aber wenig auf dem Tisch stehen.

Mutter: Na komm. Du bist nicht besser als die Kinder. Mit nichts zufrieden. … Lisa, komm du jetzt wenigstens.

Vater: Und? Die Mary hast du wohl schon aufgegeben. Die kommt nie mehr mit zum Abendessen.

Mutter: Du hast gut reden. Ich sage nur Pubertät. Jetzt sprich du doch mal ein Machtwort. Du kommst, das Essen muss fertig sein und dann verschwindest d

 

u wieder. Ich räume den ganzen Kram weg- und dann sitze ich wieder herum.
Außerdem, guck dich mal an. (Zeigt auf den Bauch) Nachher im Verein isst du wieder was und dann passt dir kein Anzug mehr.

Vater: Also jetzt reicht‘s. Ich geh jetzt gleich zur Lotte und bestelle mir als erstes  ein Rostbrätel. Da weiß ich wenigstens, was ich hab. Und dann noch ein schönes Bier.

Mary: Mach nur weiter so! Ich habe das gerade im Praktikum gesehen, was dabei rauskommt. Du kriegst einen Herzinfarkt und dann werden wir dir Brei einflößen. Und du kriegst eine schöne Schnabeltasse – aber nicht mit Bier… Großartige Aussichten. Freu dich drauf!

Vater: Ihr verderbt einem alles. Ich bin noch fit. Einen kleinen  Bauch darf ich ja wohl haben in meinem Alter.

Kleines Kind (kommt dazu): Ich habe keinen Hunger mehr.

Vater: Wieso?

Mary: Seht doch mal her! Wen wundert das? Ein Pfund Schokoladeneis. Das schaffe ich nicht mal.  (Zum Kind) Wenn du dann göckst, helfe ich dir nicht.

Kind: Ich göcke nicht.

Lisa: Da ist das Eis. Das wollte ich gerade essen. Da kann ich ewig suchen. Fernsehen ohne Eis… nur weil du wieder mal schneller warst. Beim nächsten Mal bin Ich schneller. So jetzt esse ich gar nichts mehr. Ich gehe gleich wieder hoch. Mann…

Vater: Hört das denn keiner? Es hat geklingelt.

Kind: Ich klay, der Pfarrner kömmt.

Mutter: Der hat mir jetzt gerade noch gefehlt! …  Los, stellt noch schnell einen Teller hin und jeder setzt sich jetzt an den Tisch. Alle hinsetzen! (Der Pfarrer kommt herein)

Pfarrer: Guten Abend.

Mary: Setzen sie sich zu uns. Wir essen gerade Abendbrot.

Vater: Tut mir ganz sehr leid, aber ich muss noch in den Verein. Die warten schon auf mich.

Mutter: Hiergeblieben. Die warten in einer Stunde auch noch auf dich!

Pfarrer: Machen sie sich keine Mühe. Ich störe sie nur ungern.

Vater: Nein, setzen sie sich hin. Sie können ruhig mit uns essen, wenn das meine Frau sagt.

Pfarrer: Ich find das ganz toll. Das sieht man nur noch ganz selten, dass alle friedlich an einem Tisch versammelt sind.
Früher war das überall so. Aber ich muss gestehen, selbst bei uns zu Hause klappt das nicht mehr. Da isst abends jeder für sich alleine. Ich bewundere Sie.

Kind: Ja bei uns klappt das wunderbar. Da wird eben noch zusammengehalten!